Bio- Fleisch gibt es auch ohne Bio-Siegel

Unser Name lässt bereits vermuten, dass wir total auf Bio stehen. Bio ist gut für den Menschen, das Tier, das Ackerland und die Umwelt. Doch meinen wir damit nicht das Bio-Siegel, welches in Deutschland vergeben wird. Hier ist längst nicht alles Gold was glänzt. Die Richtlinien sind teilweise undurchsichtig, sinnbefreit und kurzsichtig.

Was Bestand hat, ist das wahre Bio, wofür es kein Gütesiegel gibt. Nachhaltige Produktion von Lebensmitteln aus der Region. Keine langen Transportwege, keine chemischen Dünger, kein Tierleid und kein Fusch mit aus dem Ausland importierten Düngern. Wir wollen die Emission und das Leid nicht ins Ausland importieren, sondern nachhaltige Lebensmittel produzieren.

Fleisch ist nicht automatisch schlecht

Das Fleisch vom Wildschwein ist gesund und lecker

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Menschen dazu entschieden vegetarisch oder vegan zu leben. Den meisten Personen schmeckt Fleisch gut, jedoch können sie das Leid der Tiere und die Umweltverschmutzung nicht länger tolerieren. Doch wer umweltbewusst lebt, muss nicht automatisch auf Fleisch verzichten. Die heimischen Bestände an Wild sind ausgezeichnet und Jäger erlegen Jahr für Jahr gigantische Mengen an Wild. Die Tiere müssen erlegt werden, da sie im Falle einer Überpopulation Krankheiten verbreiten und enorme Schäden an den Wäldern und der Landwirtschaft anrichten würden.

Vor allem im Zuge der Afrikanischen Schweinepest ist eine starke Bejagung von Wildschweinen notwendig geworden. Sie haben sich in den letzten 10 Jahren enorm vermehrt und die Population steigt von Jahr zu Jahr. Das reichhaltige Nahrungsangebot und die milden Winter begünstigen eine rasche Vermehrung.

Wild zu essen ist nachhaltig und gesund. Die Tiere ernähren sich auf natürliche Weise und mit jedem erlegten Stück Wild wird unsere Natur geschont und CO2 vermieden. Das Fleisch enthält keinerlei Medikamente. Darüber hinaus trägt man mit dem Verzehr von Wild dazu bei, Lebensmittel zu schonen. Während Mastvieh mit Mais und anderen für den Menschen genießbaren Lebensmitteln gefüttert wird, ernährt sich Wild im Wald. So werden zusätzliche Nahrungsquellen für uns erschlossen und mit jedem erlegten Wildtier steigt das weltweite Nahrungsangebot.

Ist genug Wild für jeden Menschen da?

Wild zu essen ist ein Privileg. In der Regel erhält man es nur direkt über den Jäger. Online gibt es einige Shops, die Wild verkaufen, jedoch wird auch Gatterwild verkauft, welches gefüttert wurde. Realistisch betrachtet muss man sagen, dass nicht ausreichend Wild vorhanden ist um den aktuellen Fleischkonsum zu decken. Würde allerdings jeder Mensch seinen Fleischkonsum lediglich auf das vorhandene Wild beschränken. Würden die gesundheitlichen und umwelttechnischen Vorteile enorm sein.

Es ist damit zu rechnen, dass durch den technischen Fortschritt in Zukunft weitaus mehr Wildschweine erlegt werden, als in der Vergangenheit. Seit etwa zwei Jahren haben sich Wärmebildkameras auf der Jagd etabliert. Mit ihnen ist es für den Jäger deutlicher leichter in der Nacht Wild zu entdecken. Da Wildschweine überwiegend nachtaktiv sind, ist das ein enormer Vorteil. Allerdings ist es aktuell in Deutschland nicht erlaubt ein Zielfernrohr mit Wärmebildtechnik zu verwenden. Das bedeutet, dass man oft die Wildschweine in der Nacht ausfindig machen, aber sie nicht bejagen kann.

Es wird als durchaus realistisch betrachtet, dass sich dieses Gesetz n Zukunft ändern wird und Jäger solche Wärmebildzielfernrohre nutzen dürfen. Dies würde dazu beitragen, dass Wildschweine deutlich effektiver bejagt werden können und mehr Wildfleisch auf den Markt gelangt.